Freitag, 25. Mai 2012

"Datenberge sind ein Rohstoff"


Mit dem Aufkommen des Online-Journalismus veränderte sich die Rolle des Journalisten. Es gab Diskussionen darüber, ob man Journalisten überhaupt noch braucht. Nun eröffnet sich ein neues Forschungsfeld: der Datenjournalismus.
Gern werden gesellschaftliche Prozesse in Datensätzen dokumentiert – ein Fundus für journalistische Geschichten. Der Datenjournalismus arbeitet bürgernah und vertritt die Interessen seines Publikums. Der User kann sich auf speziellen Websites darüber informieren, was mit seinen Steuergeldern passiert oder welche Spesen Politiker abrechnen.
Der Arzt Jeffrey Brenner aus New Jersey erwirkte mit der Auswertung seiner Patientendaten Präventionsprogramme, indem er belegen konnte, dass seine ärmsten Patienten die schlechteste Klinikversorgung erhielten.
Ein anderes Beispiel zeigt, wie eng Daten- und Persönlichkeitsschutz zusammenhängen. Der Grünen-Abgeordnete Malte Spitz ließ von der Zeit Online-Redaktion seine Handydaten auswerten, die er bei der Telekom eingeklagt hatte. Der User kann Spitz’ Tagesablauf genau verfolgen.
Wichtig für den Erfolg des Datenjournalismus sind veränderte journalistische Ausbildungsinhalte sowie ein annähernd freier Datenzugang. Der Datenjournalismus hat jedoch einen großen Feind: die Zeit. Diese könnte ein limitierender Faktor in seiner Verbreitung sein.

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