Freitag, 25. Mai 2012

Ich schau Smart-TV


War der Zuschauer noch vor wenigen Jahren an Inhalt, Zeit und Ort der Fernsehsender gebunden, hat sich das Blatt gewendet. Fernsehen unabhängig von Ort und Zeit ist Realität. Dank des Internets als Verbreitungsmedium und der immer höher Speicherkapazität von Servern wird bald das lästige Problem mit den Inhalten wohl auch gelösen.
Durch die Digitalisierung von Inhalten, hybride Gerätetechnik und konvergente Mediennutzung hat sich das Fernsehen verändert und zusammen mit dem explosionsartigen Anstieg audiovisueller Inhalte im Web ist ein neues Sehverhalten entstanden und hat sich etabliert. Umgekehrt ist aus dem Bedürfnis der Zuschauer heraus, bewegte Bilder aus dem Web zeitsouverän auch auf dem Fernsehbildschirm zu nutzen, Hybrid- bzw. Smart-TV entstanden.
Das aus dem Lateinischen stammende Wort „hybrid“ bezeichnet Vermischtes, Gekreuztes, also die Kombination von Teilen verschiedener Herkunft. Hybride Unterhaltungselektronik verbindet also ver­schiedene, bislang getrennte Übertragungswege in einem Gerät. Dadurch können unterschiedliche Medieninhalte aus verschiedenen Quellen auf einem Bildschirm dargestellt werden.
Drei Jahre nach der Markteinführung hat sich Smart-TV etabliert. So schnell hat es noch keine interaktive Technologie geschafft – und das ohne staatliche Hilfen oder sonstige Anschubfinan­zierungen. Businessmodelle für Endgerätehersteller als auch für Inhalteanbieter sind aus den Kinderschuhen heraus. Damit hat Smart-TV den Fernsehmarkt nachhaltig verändert. Die Möglichkeiten der Nutzung bedeutet aber nicht gleich, dass sie auch den größeren Marktanteil erobern können. Deutlich im Aufwind ist HbbTV – nicht nur als Standard, sondern auch, weil alle Programmveranstalter in Deutschland und vielen anderen Ländern darauf setzen. Letztlich kann die konkrete Form von Smart-TV dem Kunden egal sein: Für ihn sind spannende Applikationen und einfach zu erreichende Dienste interessant und nicht die verwendete Technologie.

http://www.media-perspektiven.de/uploads/tx_mppublications/04-2012_Sewczyk_Wenk.pdf

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