Freitag, 25. Mai 2012

Journalismus im Internet aus Nutzersicht


Quo vadis Journalismus?

Der Journalismus hat seine Stärken erfolgreich auf das Internet übertragen können, muss in Zukunft mehr auf Exklusivität achten. Zwei Ergebnise der aktuelle Onlinebefragung von Christoph Neuberger von der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der mit seinem Team die Erwartungen an Journalismus im Internet  untersucht hat. Zu den Ergebnissen der Studie in Media-Perspektiven 1/2012 

Seit einiger Zeit verfolgt die Wissenschaft, dass sich die Grenzen des Journalismus auflösen. Unterhaltung, Werbung und Public Relations gewinnen an Bedeutung. Grund ist der größer werdende Profitzwang durch Verlagshäuser und Medieneigentümer. Im Internet verliert der Journalismus zudem auch die Grenzen zur Laienkommunikation.

Neuberger empfiehlt dem Journalismus, seinen traditionellen Rollen als Gatekeeper und Agendasetter beizubehalten und hochwertige Inhalte zu produzieren. An Bedeutung wird seine Aufgabe als Navigator und Moderator im Internet gewinnen.

Kostenlose Verfügbarkeit und Austauschbarkeit professioneller Angebote führen zu einer schwachen Bindung und zu einer geringen Zahlungsbereitschaft. Der Internetjournalismus hat die Austauschbarkeit der Angebote und die Oberflächlichkeit der Rezeption durch mangelnde Exklusivität und Beschleunigung selbst gefördert.

Eine höhere Qualität und mehr Exklusivität im Verhältnis zu anderen professionellen Angeboten könnten ein wichtiger Erfolgsfaktor im Netz sein.

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